Orthokeratologie
Schlafen mit Kontaktlinsen, damit sie den Tag ohne Sehhilfe erleben !
Orthokeratologie (Ortho-K) ist eineKontaktlinsenversorgung bei der die Form der Hornhaut mit Hilfe von formstabilen Kontaktlinsen modelliert wird. Durch spezielle, individuel für jedes Auge gefertigte Kontaktlinsen, verflacht sich die zentrale Vorderfläche der Hornhaut/Cornea gezielt. So kann Kurzsichtigkeit(Myopie) und eine Hornhautverkrümmung(Astigmatismus) korrigiert werden.
Wie funktioniert's
Die Vorderfläche des Auges wird, wie bei der operativen Korrektur der Fehlsichtigkeit(Laser-LASIK-OP), zentral vor der Pupille flacher geformt, damit auftreffendes Licht weniger stark abgelenkt wird.
Durch Freiform-Flächentechnologie ist es möglich, die Form so zu verändern, dass das Zentrum bei ca. Minus drei Dioptrien um etwa 27 Mikrometer flacher wird(Ein Haar ist ca. 125 Mikrometer dick).
Die Formgebung ist vollständig umkehrbar, so dass keine Folgen entstehen, wenn Sie sich entschließen wieder Ihre konventionelle Brillen- oder Kontaktllinsen-Korrektion zu tragen.
Typisches Foureszeinbild einer Ortho-K Linse, das Zentrum ist dunkler. es schließt sich zentrisch ein heller Ring an, hier ist mehr Tränenflüssigkeit zu erkennen, da diese hell aufleuchtet.
Eine Lösung auf Zeit
Da der Vorgang reversiebel ist, werden die Ortho-K-Linsen meist jede Nacht getragen. So bleibt die gewünschte Hornhautform erhalten. Geringer Fehlsichtige können sich in der Regel eine Nacht Tragepause in der Woche erlauben, ohne die Korrektionswirkung zu vermissen.
Ortho-K-Linsen
sind kleine Wunderschalen, höchst-sauerstoffdurchlässig und etwas größer als herkömmliche formstabile Kontaktlinsen, dadurch ist der Tragekomfort spontan sehr hoch. Die Brille wird nach der ersten Nacht ganz überflüssig.
Das Vorgehen
Sie werden umfassend informiert. Wir vermessen dann berührungslos die Form Ihrer Hornhaut mit mehr als 10.000 Messpunkten, bestimmen Ihre Fehlsichtigkeit und prüfen sorgfältig ob Ihre Hornhaut für diese Art der Korrektion geeignet ist. Bei Eignung bekommen Sie nach etwa 7 Tagen Ihre Kontaktlinsen und tragen diese nach genauer Einweisung die erste Nacht. Am nächsten Tag kommen Sie morgens mit den Linsen am Auge zur Kontrolle. Dabei erleben Sie wie gut Sie ohne Linsen sehen können. Nach 3 bis 6 Anwendungen wird das gute Sehen in den meisten Fällen konstant. Nach gut einem Jahr werden die Kontaktlinsen ausgetauscht um sicherzustellen, dass die Linsen immer die ideale Form haben und die optimale Menge an Sauerstoff durchlassen.
Wer kommt leider nicht in Frage
Es können keine Ortho-K-Linsen angepasst werden bei:
>> Kurzsichtigkeit/Myopie größer als - 4,00 dpt
>> Hornhautverkrümmung größer als 3,00 dpt
>> Weitsichtigkeit (Hyperopie)
>> Augeninfektionen
>> krankhaften Veränderungen der Augen
>> Systematischen Erkrankungen wie z.B. Diabetes, Rheuma ...
Warum haben Sie bisher noch nichts über Orthokeratologie gehört?
In den USA, England, Australien.. hat man schon jahrelang Erfahrung mit Orthokeratologie. Auch in den führenden Augenarztpraxen Münchens wird Orthokeratologie durchaus im Leistungsprogramm angeführt. Sie ist, das ist nunmal so, eine Konkurrenz zur operativen Korrektur der Fehlsichtigkeit. Über eben diese LASIK erfährt auch nicht jeder dass: jeder fünfte Patient sich einer weiteren LASIK-OP unterziehen muss, 40% der Erst-OP mit einer Unterkorrektion endet, 22% Überkorrigiert sind, 11% einen gemischten Astigmatismus(mixtus) bekommen. Die unkorrigierte Sehleistung nach zehn Jahren erfüllt bei einem Drittel nicht die Voraussetzungen für die Fahrerlaubnisverordnung, die einen Visus/Sehleistung von 0,7 festlegt. Quelle: Dr. Andreas Berke "Langzeiterfahrungen mit LASIK) 5-2008.
.
![]() | Weitere Informationen zu Thema Orthokeratologie |
.
